Ganztagsschulen machen Schüler netter – aber nicht besser!

Ganztagsschulen machen Schüler netter – aber nicht besser.

Spiegel online berichtet von einer Bildungsstudie mit dem Titel: „Ganztagsschulen machen Schüler netter – aber nicht besser“

Laut der Studie verbessern Ganztagsschulen das Sozialverhalten von Schülern, aber nicht deren Leistungen. Besonders an Gymnasien zeigt der Nachmittagsunterricht demnach Defizite.
Die seit 2003 massiv zur Verfügung gestellten Mittel für den Aufbau von Ganztagsschulen führen zu einem noch heute anhaltenden Ausbau der Schulen im Bereich Ganztag. Laut einer neuen Studie profitieren die SchülerInnen davon vor allem auf der persönlichen Ebene, wenn sie die Ganztagsschule besuchen.
„Sie fühlen sich motiviert und anerkannt, und besonders das Sozialverhalten von Schülern aus bildungsferneren Familien bessert sich.“ Obgleich es gerade auch für die schulischen Leistungen große Erwartungen gab, zeigt die Studie hier keine signifikante Verbesserung. Nichts desto trotz steigt die Zahl der Ganztagsschulen stetig weiter an. „Der Anteil der Schulen und Bildungseinrichtungen mit Ganztagsangebot ist demnach auf mittlerweile knapp 60 Prozent geklettert, Tendenz weiter steigend.“
„Die Art der Nutzung hängt allerdings stark vom Alter der Schüler und natürlich vom Angebot der Schule ab: Mehr als die Hälfte der Fünftklässler nutzt die Hausaufgabenbetreuung, mehr als 20 Prozent gehen zu Sportangeboten. Mit steigendem Alter rücken dann gezielte Lernangebote stärker in den Fokus.“
Ein Fazit der Studie ist die Notwendigkeit, dass Schulen stärker auf Qualität achten.
„Die Teilnahme am Ganztag kann das Sozialverhalten, die Schulfreude und die Schulnoten verbessern und die Gefahr der Klassenwiederholung verringern. Voraussetzung: ein umfassendes, qualitativ gutes Ganztagsangebot mit individueller Betreuung, bei dem das Beziehungsklima an der Schule stimmt.“

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